Unter dem Begriff Lasik werden alle Augenoperationen zusammengefasst, die das Ziel haben das Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen überflüssig zu machen. Dieses Ziel wird erreicht indem man durch Refraktive Chirugie am Auge die Brechkraft der Linse so weit verändert, dass die Sehkraft wieder zu 100 % hergestellt wird. Eine spezielle Operation im Bereich der Refraktiven Chirurgie, ist die Femto- Lasik. Mit dieser speziellen LASEK Methode können Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung behandelt werden. Bei der herkömmlichen Lasik Operation wird ein spezieller Flapschnitt durch einen mechanischen Hobel gesetzt, welcher durch einen Computer gesteuert wird. Dadurch ist ein Schnitt am Augapfel erforderlich, damit der Hobel in das Auge eingeführt werden kann. Diese Verletzung des Augapfels entfällt durch eine Operation mit dem Augenlaser . Stattdessen werden mit dem Femtosekundenlaser, sehr viele sehr kurze Lichtimpulse, kurz hintereinander in das Auge gegeben. Dazu wird das Auge mittels eines Fixierringes und einem Kontaktglas ruhig gestellt. Somit kann das Auge auch reflektorisch nicht mehr bewegt werden, nun werden die kleinen Laserimpulse durch das Glas gegeben. Diese erzeugen in der zuvor berechneten Tiefe einen Schnitt. Dieser entsteht, weil der Laser sehr kleine Gasblasen erzeugt, welche das Hornhautgewebe sanft abtrennen. Hierin liegt der große Vorteil der LASEK mit dem Augenlaser: Stellt der Operateur nämlich während des Eingriffes fest, dass beispielsweise die Schnitttiefe nicht optimal ist, kann die Operation unterbrochen werden. Bei einer Unterbrechung zersetzen sich die Gasbläschen innerhalb von wenigen Minuten und die Hornhaut kehrt zu ihrer ursprünglichen Form zurück. Ein weiterer Vorteil der Femto-Lasik ist die hohe Präzision mit der Schnitte gesetzt werden können. Bei einer herkömmlichen Lasik kann es zu einer Abweichung, zur gewünschten Schnitttiefe von bis zu 30 Mikrometern kommen. Bei der Femto-Lasik wird dieses Risiko auf 10 Mikrometer minimiert. Mit dem Femtosekundenlaser ist es auch möglich viel feinere Schnitte zu setzen. Während bei dem herkömmlichen Eingriff mit dem Hornhauthobel nur eine Schnittfeinheit von 130 Mikrometern erreicht wird, sind mit dem Femtosekundenlaser 90 Mikrometer mögliche. Dieser Eingriff erlaubt also auch allerfeinste Korrekturen. Die Möglichkeit sehr fein zu arbeiten ist vor allem bei der operativen Korrektur von Weitsichtigkeit / Hyperopie von großem Vorteil. Denn bei der Weitsichtigkeit stehen die Pupillen nicht mittig zur Hornhaut. Dies wird durch die Positionierung der Fixierung korrigiert und erfordert bei der optischen Korrektur ein sehr genaues Arbeiten auf den Millimeter genau. Trotz der hoch entwickelten Operationstechnik der Lasik kann es bei der Augenkorrektur zu Nebenwirkungen kommen. Jedoch heilen rund 80 % der Nebenwirkungen von selbst ab und treten nur in der ersten Zeit nach der Operation auf. Dazugehören: Missempfinden im Auge, Blendung vor allem nachts bzw. beim Autofahren und eine schwankende Sehleistung. Manchmal entstehen auch Über- oder Unterkorrekturen, diese können jedoch durch einen weiteren Eingriff mit dem Augenlaser geheilt werden. In sehr seltenen Fällen kommt es zu Blendungserscheinungen durch eine Gewebeverdichtung, die Haze genannt werden. Diese lassen sich schnell und einfach durch Medikamentengabe heilen.